Toleranzen des "einbeinigen" Nodalpunktadapters


Die Toleranzen sind sehr entscheidend für das Gelingen der Konstruktion:

Dabei ist darauf zu achten, welche Toleranzen kritisch sind und welche unkritisch!

Kritische Toleranzen (jegliche Verschiebung des Nodalpunktes):

  • eine Verkippung des Stativs um 2,5 Winkelminuten bewirkt einen Versatz von einem Millimeter
  • Verdrehung der Kamera bei der Montage auf dem Nodalpunktadapter
  • definierter Drehpunkt um den das Stativ dreht
  • die Auszugslänge des Stativs
  • die Durchbiegung des Stativs durch das Gewicht der Kamera
  • die Reproduzierbarkeit des Ausziehens des Stativs, kein Verkippen oder Verdrehen der Segmente
Maßnahmen um die oberen Toleranzen einzuhalten:
  • eine Dosenlibelle, die eine Genauigkeit von mindestens 5 Winkelminuten aufweist
  • der Nodalpunktadapter verbleibt immer auf dem Stativ, denn eine Reproduzierbarkeit der Montage ist nahezu ausgeschlossen (zwei Zehntel Millimeter Höhendifferenz am Stativkopf verursachen bereits eine Verkippung um 2,5 Winkelminuten)
  • einen geeigneten Anschlag (-stift), an er Kameraschiene vorsehen
  • Stahlnagel, oder Spitze am Stativfuß, um die das Stativ dreht
  • die Auzugslänge markieren
  • Stativ mit großen Querschnitt der Auszüge auswählen, die sich nicht ineinander verdrehen können, das Manfrotto 776YB biegt sich bereits unter dem Gewicht von 1 kg um ca. 0,8mm durch
  • die Kamera immer im selben Hochformat verwenden, nicht die Orientierung bei den Reihen ändern

Unkritische Toleranzen (alle Winkel, die durch den Nodalpunkt gehen):

  • die Durchbiegung der Kameraplatte, denn der Versatz wird nahezu wieder ausgeglichen, da die Kamera dann schief durch den Nodalpunkt fotografiert
  • der einzuhaltende Drehwinkel beim Erstellen der Aufnahmen, außer bei Fisheyeobjektiven, da diese eine Nodalpunktverschiebung in Abhängigkeit vom Drehwinkel haben
  • der vertikale Verdrehwinkel, da die Überlappung ausreichend hoch ist.
  • Verdrehung der Kamera um die optische Achse
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